7 Fakten, die ich bei meinem Buch-Projekt gelernt habe

7 Fakten, die ich bei meinem Buch-Projekt gelernt habe

Es ist ein laaanger Weg, ein Buch zu erstellen und zu veröffentlichen. Ein Buch schreiben ist hart und es steckt so viel in Details. Es zählt einzelne Wording, Satzbau, Details der Bilder, Kombination Text und Bild, …  Aber es macht Spaß, und zwar viel Spaß! Was ich bis jetzt während meinem Buch-Projekt gelernt habe, findet ihr hier:

  1. Selbstmotivation und Disziplin: Ein Bucherstellen kostet viel Zeit und viel Aufwand. Ich habe versucht, mir jeden Tag (außer im Urlaub und am Wocheneden) eine bestimmte Zeit für das Buch zu nehmen und daran zu arbeiten. In der Endphase wurde jede freie Minute hineingesteckt. Sogar der Haushalt war im Stillstand für viele Tage. Es gab auch zahlreiche Momente, wo ich aufgeben wollte:
    • wenn Selbstzweifel kam,
    • die Rückschritte so groß waren,
    • das Ende nicht in Sicht war oder
    • ich nicht weiter wusste. Und doch wollte ich nicht aufgeben und machte weiter. Ich bin fest davon überzeugt: wenn man es mit Herz macht und sich selber immer wieder motiviert, dann klappt das auch.
  2. Buch-Projekt ist ein Lern-Projekt: während des ganzen Projektes lernte und lerne ich viel:  
    • Ich lernte viele, neue interessante Menschen kennen, wie meine Lektoren, meinen Coach, begeisterte Leser, engagierte Unterstützer, …
    • Bei der Recherchephase las ich viele alte Geschichten, Legenden und Märchen aus Vietnam. Ich bekam dabei die Erklärung für viele mir bekannte vietnamesische Traditionen, Kultur und Bräuche.
    • Ich arbeitete mich in das Thema Storytelling ein. Was muss man bei dem Erzählen und Strukturieren der Geschichten berücksichtigen und wie gestaltet man die Geschichte spannend?
    • Ich lernte viel über die Besonderheiten der drei Sprachen Vietnamesisch, Deutsch und Englisch.
    • Ich lernte, aus welchen Elementen ein Buch besteht, was die Anforderungen bei der Buchproduktion sind und wie ein Buch produziert wird.
    • Ich lernte meine Fähigkeiten und auch meine Grenzen kennen, etwas ganz neues zu wagen, Risiko einzugehen und auch mit vielen unerwarteten Situationen umzugehen: raus aus meiner Komfortzone und mich weiter zu entwickeln.
    • Meine Empfehlung ist, einfach machen und dabei lernen.
      • Nutze jeder Gelegenheit, was Neues dazuzulernen
      • Hole dir Inspiration
      • Gehe zu anderen Buchlesungen, wo du lernst, wie man eine Lesung aufbaut und wo man potenziell Autoren kennenlernt. Ich habe meinen Coach bei einer Kinderbuch-Lesung zufällig kennengelernt. Sie saß neben mir und wir kamen ins Gespräch.
  3. Setze dir ein großes Ziel, gehe aber kleine Schritte vorwärts, um das Ziel zu erreichen. Mein Ziel war am Anfang, mindesten ein Buch bis Ende meiner Auszeit – September 2018 – zu veröffentlichen. 
    Es sind am Anfang so viele Fragen, auf die ich keine Antwort hatte. Ich sagte mir: „Kommt Zeit, kommt Rat. Lass dich nicht von den vielen unbeantworteten Fragen verrückt machen!“. Mit jedem Schritt vorwärts habe ich die Antworten zu dem Schritt dann auch gefunden. Es gibt auch im Laufe des Prozesses viele Rückschritte, es gehört aber auch dazu. Was super wichtig ist, ist auch ein Ende zu definieren. Es gibt an dem Buch immer was zu ändern bzw. verbessern. Ich hätte bis heute an dem Buch immer noch was verbessern können. Ich entschied mich für einen Termin, wann das Buch veröffentlicht werden sollte, und setzte mich somit unter Druck.
    Im Laufe der Zeit kam die Frage auf, wie viele Exemplare. Mein Motto dabei: „No risk no fun!“. Je höher die Druckexemplare, desto günstiger auch die Druckkosten. Also habe ich entschieden, hohe Auflagen drucken zu lassen und diese dann selbst zu vermarkten. Keine Ahnung, ob ich sie alle veräußern werde, aber ich setze mir somit auch selber Druck, das Projekt weiterzumachen.
  4. Der Weg ist wichtiger als das Ziel: einfach dabei Spaß finden, Freude haben und die Zeit genießen. Viele ganz kleine Dinge brachte meine Laune aufs Hoch. In solchen Momente spielten meine Glückshormone verrückt und ich fühlte mich einfach toll. Mehr über meine glücklichen Momente erzähle ich in einem anderen Beitrag.
  5. 4-Augen-Prinzip: Es hilft, wenn jemanden dich dabei begleitet und sein ehrliches Feedback gibt. Bei mir hat mein Mann mich sehr unterstützt. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar. Außer dass er mich mein Weg gehen ließ und von Anfang mich zu dem Buch-Projekt motivierte, unterstützte er mich jeden Tag. Wie oft mein Mann mich mit seiner kritischen Meinung zum Rasen gebracht hatte, aber sein ehrliches Feedback hat Nachhinein sehr geholfen.
  6. Meinungen / Feedback holen: Viele Freunde und meine Familie gaben mir positives Feedback, was toll war. Ich brauchte das als Motivation, um weiterzumachen. Ich habe auch viele konstruktive Rückmeldungen bekommen. Diese waren wichtig, um die Qualität zu steigern. Insbesondere als Anfänger hatte ich nicht die Erfahrung und Perspektive eines Profis. Mein Tipp ist es, Meinungen von Menschen bzw. Experten, die Fachwissen haben und kritisch sind, zu holen. Wichtig dabei ist auch zu unterscheiden zwischen wertvoller und nicht wertvoller Kritik.
    1. wertvoll: konstruktive Kritik, die mit Fakten belegt ist und optimal auch Vorschläge und Tipps gibt
    2. nicht wertvoll: nicht konkretisierende Kritik, die dein gesamtes Projekt auch infrage stellt und dich demotiviert. Diese sollst du nicht zu sehr an dich ranlassen.
  7. Geduld haben: Das muss ich noch lernen. Ich bin eine Person, die schnell Lösungen finden und das Ergebnis sehen möchte. Beim Buch-Projekt dauert alles sehr lange. Es kann bis zu einem Monat dauern, bis ein Lektor das Manuskript korrigiert, ein Verlag braucht bis zu sechs Monaten Zeit, um Feedback zu geben. Man muss Geduld haben und auch durchhalten.

Was sind deine Erfahrung und Lesson Learned aus deinen Buchprojekten?

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